Dostojewski mit Musik
Premiere der Neu-Inszenierung: Freitag, 31. Mai 2013
Nach dem lockdown Herbst 2021: Dostojewski mit Musik
Regie / Ausstattung: Claudia Riese
Der Mann: Heinz Koch
Bajan: Peter Gerter
Tänzerin: Ashley Felder (nur in der Urfassung eingesetzt)
Mehr Fotos im frei zugänglichen facebook-Album.





Weitere Publikumsstimmen
Textprobe hier
"Enthüllungen aus dem Kellerloch" das ist: eine bissige Abrechnung des russischen Großmeisters
Fjodor Dostojewski mit seinem, dem 19. Jahrhundert. Der Text ist
so aktuell wie nur was, er könnte heute Morgen geschrieben
und auf unser 21. Jahrhundert gemünzt sein. Dieser zynische,
75jährige Intellektuelle, dem Dostojewski seine Gedanken
in den Mund legt, könnte absolut einer unserer Zeitgenossen
sein.
Deshalb hat sich das Neu-Ulmer Theater auch gern mit den
"Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" befasst und sie
für die Bühne bearbeitet. Heinz Koch bringt zentrale
Passagen dieses auf- und anregenden, zu Teilen auch amüsierenden
Textes.
Ein ganz besonderer Coup in dieser Inszenierung: Der Text wird immer wieder unterbrochen von Musik, die mit Professor Peter Gerter ein Virtuose von Weltklasse
auf seinem Bajan interpretriert. Zehn Stücke verschiedener russischer Komponisten begleiten die Textpassagen und ermöglichen Zugang auf eine emotionale Weise.
Unseres Wissens waren wir die ersten, die das Werk für die Bühne eingerichtet hatten (1996).
Wir hatten uns von Anfang an sehr angestrengt (und waren erfolgreich dabei), Dostojewski absolut gerecht zu werden.
Nimmt man ihn pur, hat er auch den Menschen unserer Tage jede Menge zu sagen. Das beweisen wir mit unserer Inszenierung.
Nicht umsonst haben immer mehr Bühnen das Werk entdeckt und aufgeführt. Hier Links zu etlichen anderen Inszenierungen
Die Bloggerin des "Herz im Kopf Blog":
"Wenn Dostojewskij weinte, weint er diamantengleiche Erkenntnisse über die menschliche Natur und Gesellschaft. Jeder sollte ihn lesen."
Rezensionen zur zweiten Inszenierung 2013
Geniales Vollbrett


"Schwere Kost" wunderbar verdaulich präsentiert
Bravo! Wow! Das Theater Neu-Ulm bot gestern Abend 90 Minuten Kunst vom Feinsten. Das von Claudia Riese inszenierte Stück ?Enthüllungen aus dem Kellerloch? von Fjodor Michailowitsch Dostojewski
fesselte mich bis zum Schluss. Das Gesamtpaket, das den Theaterbesuchern geboten wurde, war nicht nur stimmig, sondern meiner Ansicht nach genial dargeboten.
Benjamin Dentlers Bühnenbild, dieses Kellerloch besticht durch Authentizität.
Zwei Männer glänzten auf der Bühne. Theatermacher, Schauspieler Heinz Koch und Musiker Peter Gerter, der vorzüglich das Bajan (Chromatisches Knopfakkordeon) beherrscht.
Koch zeigte Bühnenpräsenz, die mich total in den Bann zog. Er schlüpfte in die Rolle eines reiferen, zynischen Herrn, einen in die Jahre gekommenen Intellektuellen.
"Ich bin ein kranker Mensch. Ich bin ein schlechter Mensch." - so die ersten Worte zu Beginn des Stücks.
Ein alternder Mann philosophiert über seine
Boshaftigkeit und u.a. über die Dummheit der Menschen, bezieht das Publikum in seinem Monolog mit ein. Nebenbei schnibbelt er mit einer stoischen Ruhe Zutaten für ein Pfannengericht,
das er dann auch während der Aufführung brutzelt. Herrlich!
Immer wieder gibt es zwischen den einzelnen Monologen für die Zuhörer Denkpausen, die durch Peter Gerter am Bayan zum Ohrenschmaus werden. "Schwere Kost!" muss nicht schwer
im Magen liegen, wenn sie wunderbar verdaulich präsentiert wird.
Koch interpretiert Worte, die 1884 verfasst wurden. Allerdings glaubt man sofort, als seien sie gerade erst im Jahre 2013 geschrieben worden. Stellenweise amüsieren diese sehr.
Es gibt allerdings auch Formulierungen, die beim Zuhören wie eine Gräte im Halse stecken bleiben und dies ist auch gut so.
Dostojewski gilt neben Tolstoj zu den bedeutendsten russischen Schriftstellern und gehört zu den zentralen Vertretern des Realismus innerhalb der russischen Literatur.
"Enthüllungen aus dem Kellerloch" von Fjodor Dostojewski im Theater Neu-Ulm ist sehenswert und empfehlenswert! "Schwere Kost" wunderbar verdaulich präsentiert, so mein persönliches Fazit.
Danke für den tollen Abend!
Corina Wagner


Rezensionen zu unserer Erst-Inszenierung 1996




Nach dem lockdown Herbst 2021: Dostojewski mit Musik
Regie / Ausstattung: Claudia Riese
Der Mann: Heinz Koch
Bajan: Peter Gerter
Tänzerin: Ashley Felder (nur in der Urfassung eingesetzt)
Mehr Fotos im frei zugänglichen facebook-Album.





Weitere Publikumsstimmen
Textprobe hier
"Enthüllungen aus dem Kellerloch" das ist: eine bissige Abrechnung des russischen Großmeisters Fjodor Dostojewski mit seinem, dem 19. Jahrhundert. Der Text ist so aktuell wie nur was, er könnte heute Morgen geschrieben und auf unser 21. Jahrhundert gemünzt sein. Dieser zynische, 75jährige Intellektuelle, dem Dostojewski seine Gedanken in den Mund legt, könnte absolut einer unserer Zeitgenossen sein.
Deshalb hat sich das Neu-Ulmer Theater auch gern mit den "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" befasst und sie für die Bühne bearbeitet. Heinz Koch bringt zentrale Passagen dieses auf- und anregenden, zu Teilen auch amüsierenden Textes.
Ein ganz besonderer Coup in dieser Inszenierung: Der Text wird immer wieder unterbrochen von Musik, die mit Professor Peter Gerter ein Virtuose von Weltklasse auf seinem Bajan interpretriert. Zehn Stücke verschiedener russischer Komponisten begleiten die Textpassagen und ermöglichen Zugang auf eine emotionale Weise.
Unseres Wissens waren wir die ersten, die das Werk für die Bühne eingerichtet hatten (1996).
Wir hatten uns von Anfang an sehr angestrengt (und waren erfolgreich dabei), Dostojewski absolut gerecht zu werden. Nimmt man ihn pur, hat er auch den Menschen unserer Tage jede Menge zu sagen. Das beweisen wir mit unserer Inszenierung.
Nicht umsonst haben immer mehr Bühnen das Werk entdeckt und aufgeführt. Hier Links zu etlichen anderen Inszenierungen
Die Bloggerin des "Herz im Kopf Blog":
"Wenn Dostojewskij weinte, weint er diamantengleiche Erkenntnisse über die menschliche Natur und Gesellschaft. Jeder sollte ihn lesen."
Rezensionen zur zweiten Inszenierung 2013
Geniales Vollbrett


"Schwere Kost" wunderbar verdaulich präsentiert
Bravo! Wow! Das Theater Neu-Ulm bot gestern Abend 90 Minuten Kunst vom Feinsten. Das von Claudia Riese inszenierte Stück ?Enthüllungen aus dem Kellerloch? von Fjodor Michailowitsch Dostojewski fesselte mich bis zum Schluss. Das Gesamtpaket, das den Theaterbesuchern geboten wurde, war nicht nur stimmig, sondern meiner Ansicht nach genial dargeboten. Benjamin Dentlers Bühnenbild, dieses Kellerloch besticht durch Authentizität.Zwei Männer glänzten auf der Bühne. Theatermacher, Schauspieler Heinz Koch und Musiker Peter Gerter, der vorzüglich das Bajan (Chromatisches Knopfakkordeon) beherrscht. Koch zeigte Bühnenpräsenz, die mich total in den Bann zog. Er schlüpfte in die Rolle eines reiferen, zynischen Herrn, einen in die Jahre gekommenen Intellektuellen. "Ich bin ein kranker Mensch. Ich bin ein schlechter Mensch." - so die ersten Worte zu Beginn des Stücks.
Ein alternder Mann philosophiert über seine Boshaftigkeit und u.a. über die Dummheit der Menschen, bezieht das Publikum in seinem Monolog mit ein. Nebenbei schnibbelt er mit einer stoischen Ruhe Zutaten für ein Pfannengericht, das er dann auch während der Aufführung brutzelt. Herrlich!
Immer wieder gibt es zwischen den einzelnen Monologen für die Zuhörer Denkpausen, die durch Peter Gerter am Bayan zum Ohrenschmaus werden. "Schwere Kost!" muss nicht schwer im Magen liegen, wenn sie wunderbar verdaulich präsentiert wird.
Koch interpretiert Worte, die 1884 verfasst wurden. Allerdings glaubt man sofort, als seien sie gerade erst im Jahre 2013 geschrieben worden. Stellenweise amüsieren diese sehr. Es gibt allerdings auch Formulierungen, die beim Zuhören wie eine Gräte im Halse stecken bleiben und dies ist auch gut so.
Dostojewski gilt neben Tolstoj zu den bedeutendsten russischen Schriftstellern und gehört zu den zentralen Vertretern des Realismus innerhalb der russischen Literatur.
"Enthüllungen aus dem Kellerloch" von Fjodor Dostojewski im Theater Neu-Ulm ist sehenswert und empfehlenswert! "Schwere Kost" wunderbar verdaulich präsentiert, so mein persönliches Fazit. Danke für den tollen Abend!
Corina Wagner


Rezensionen zu unserer Erst-Inszenierung 1996




Kontakt:0731 55 34 12 eMail
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